Caspar Schmid

Nürnberger Rechenmeister.

Lebenslauf:

Nach 1502 heiratete Caspar Schmid die Witwe des 1502 gefallenen Rechenmeisters Johann Grabner (?-1502). Wahrscheinlich hat er damit auch dessen Rechenschule mitübernommen. 1503 erhält er kostenlos das Bürgerrecht in Nürnberg. Er kann später zwei Häuser in der Judengasse kaufen und hatte es also zu einigem Wohlstand gebracht. 1535 ist in den Totengeläutbüchern von St. Sebald „Elisabeth Caspar Schmidin, rechenmeisterin an der Judengaß“ – vermutlich seine Ehefrau und Grabners Witwe – verzeichnet. Ihr Bruder war Schwager Albrecht Dürers (1471-1528), der Schermesserer Hieronymus Flaischer. 1548 starb sein Sohn Kilian, der sich damals nicht in Nürnberg aufhielt. Im gleichen Jahr verstarb auch der Vater. Caspar Schmid war der Lehrer von Johann Neudörffer d.Ä. (1497-1563). Seine Witwe heiratete den Rechenmeister Nicolaus Werner (1520-1570).

Der Sohn Kilian war ebenfalls Rechenmeister in Nürnberg, doch verlief seine Ehe nicht glücklich. Er landete deswegen sogar auf dem Turm. Die Ehe war aber nicht mehr zu retten, Schmid verließ deshalb Nürnberg. 1544 erlaubt ihm der Rat sich auf drei Jahre nach Schwäbisch Hall zu begeben, wo er 1548 starb.

Der zweite Sohn Hans Schmid – Stiefsohn von Nicolaus Werner – war geisteskrank und saß von 1559 bis 1562 auf dem Turm. 1568 verließ er Nürnberg in Richtung Amberg.

Mitgliedschaften und Ehrungen:

1540 wurde Caspar Schmid in den Größeren Rat der Stadt Nürnberg aufgenommen. Im Verzeichnis von Roth ist hierbei sein Todesdatum allerdings mit 1557 angeben.

Literatur:



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