Johann Albrecht Spies (Spieß)

Mathematiker und Rechtsgelehrter.

* 18.02.1704[1] ; † 04.05.1766[2]

Lebenslauf:

Johann Albrecht Spies besuchte das Nürnberger Egidiengymnasium und hörte hier auch - u.a. bei Johann Gabriel Doppelmayr (1677-1750) - Vorlesungen. Anschließend ging er nach Altdorf, wo er bei Johann Heinrich Müller zu Tisch war und auch Vorlesungen hörte, dabei auch das Altdorfer Observatorium häfig aufsuchte. Dann ging er über Jena nach Leipzig, wo er sich in der Rechtsgelehrtheit habilitierte. 1729 trat er seine gelehrte Reise an, die ihn an 14 verschiedene Universitäten führte. 1731 erhielt er in Altdorf ein außerordentliches Lehramt für Philosophie. 1735 wurde er ordentlicher Professor für Politik und Poesie. 1743 kam die Logik hinzu. 1751 wurde er Professor für Moral und erhielt die Aufsicht über die Nürnberger Stipendiaten.

Wirken:

1723 verteidigte Spies unter Müller eine Disputation zu astronomischen Beobachtungen. Durch seine Heirat mit Müller Witwe geriet er in den Besitz des Nachlasses von Georg Christoph Eimmart, der nach seinem Tod weitervererbt wurde und schließlich auf verschlungenen Wegen in der Nationalbibliothek in St. Petersburg landete.

Ausgewählte Werke:

Literatur:


Fußnoten

  1. "18. [Februar 1704] Johann Albrecht Spieß, Vormundamts Schreiber, Katharina Barbara, Johann Albrecht, Johann Hofmann Kriegs Schreiber u. Commisarius", (Taufen St. Sebald 1702-1724, S. 70).
  2. "♀ den 9. Maÿ [1766] S. T. Herrn Johann Albrecht Spieß Phil. et Jur. Utr. Doctor mor. et Logic, Prof. Publ. Ordin. in lobl. Phil. Facult. Senior, u. in Beneficior Nor. Inspect. 62 Jahr 2 Monate 15 T.", (Bestattungen Altdorf 1748-1770, Bl. 269, Eintrag 68.).
  3. "Der Magnificus HochEdel gestrl. u. hochgelehrte Herr Johann Albrecht Spieß Philos. et J. U. D. Polit. et Poetices P. P. und der Zeit Rector Magnificus der der löbl. Universitaet Altdorf, des Ehrvesten vorachtbar u. Rechtsgelehrten Johann Albrecht Spieß E. H. E. u. Hw. R. wohlverordneten Vormundamtschreibers E. erz. Sohn; die WohlEdle viel Ehr u. tgr. Fr. Apollonia, des WohlEdel gestrl. u. Hochgel. Herrn Joh. Heinrich Müller, beÿ gedachter löbl. Universität wohlverdienten Physices et Mathematum Prof. Publ. der Kaiserl. Leopoldinischen Carolinischen Academiae Naturae Curiosorum, wie auch der Königl, Preußischl. Societaet der Wissenschaften zu Berlin Mitglieds S. n. Frau Wittib
    cop. &9794; d. 14. Jun: [1740]", (Trauungen St. Sebald 1728-1754, S. 335f.).
  4. "12. [Mai 1687] Jacob Lochner, ScheibenZiher und Verleger, Anna, Apollonia, Apollonia, Georg Kraft, ScheibenZihers und Verlegers Ehefr." (Taufen St. Sebald 1676-1701, S. 590).
  5. "☉ d. 9. Nov. [1755] Frau Apollonia, Herrn Joh. Albrecht Spießens, Philosph. Et Jur. Doctoris, prof. Publ. Ord. der Löbl. Philosophischen Facultaet Senioris und der Nürnbergischen Beneficior. Ober Inspectoris, Frau Ehegemahlin" (Bestattungen Altdorf 1748-1770, Bl. 105, Nr. 113.)


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