Johann Michael Franz

Gründer der Kosmographischen Gesellschaft.

* 14.9.1700 in Öhringen ; †11.9.1761 in Göttingen

Lebenslauf:

Johann Michael Franz durchlief die Schule in Öhringen. Bei seinem Studium in Halle freundete er sich mit Johann Christoph Homann (1703-1730) an. Gemeinsam hörten sie Vorlesungen von Christian Wolff (1679-1754). Nach Homanns frühem Tod 1730 wurde Franz zusammen mit Johann Georg Ebersperger (1695-1760) Inhaber des Landkartenofficins, das sie unter dem Namen „Homännische Erben“ weiterführten. Unter seiner Federführung gründete sich 1746 die Kosmographische Gesellschaft, deren wichtigstes Mitglied Tobias Mayer (1723-1762) war. Franz wechselte 1755 als Professor nach Göttingen. 1759 verkaufte er seinen Anteil am Homann-Verlag an seinen jüngeren Bruder Jacob Heinrich Franz (1713-1769). Er starb im September 1761 in Göttingen.

Wirken:

Johann Michael Franz hatte ehrgeizige Pläne zur Verbesserung der Geographie, wozu auch die Gründung der Kosmographischen Gesellschaft beitragen sollte. Ihm fehlten aber die Mittel diese Pläne auch zu finanzieren. Zudem folgte auf große Ankündigungen oft nicht viel, so kamen die 1746 angekündigten großen Erd- und Himmelsgloben nie heraus. Franz verschuldete sich darüber, so dass er sich 1759 gezwungen sah, seinen Anteil am Homann-Verlag zu verkaufen. Positiv bleibt aber festzuhalten, dass unter seiner Leitung qualitativ hochwertige Karten produziert wurden. Auch gelang es ihm mit Tobias Mayer und Georg Moritz Lowitz (1722-1774) hochkarätige Mitarbeiter anzuwerben. 1742 erschien auch der prachtvolle Neue Himmelsatlas von Johann Gabriel Doppelmayr (1677-1750) in seinem Verlag.

Mitgliedschaften und Ehrungen:

1755 wurde Franz Mitglieder der Göttinger Akademie der Wissenschaften.

Ausgewählte Werke:

Literatur:

Links:



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