Johann Carl Landeck

Nürnberger Instrumentenmacher.

* 16.12.1636 in Nürnberg (Taufe) ; †15.7.1712 in Nürnberg (Taufe)

Lebenslauf:

Schon mit zehn Jahren soll Johann Carl Landeck von seinem Vater in die Uhrmacherkunst eingewiesen worden sein. Mitte der fünfziger Jahre unternahm er eine sechsjährige Reise, die ihn nach Holland und Dänemark, sowie nach Holstein und Preußen führte. 1662 kehrte er wieder nach Nürnberg zurück. Nach dem Tod seines Vaters im folgenden Jahr erhielt er dessen Stelle als Stadt-Uhrmacher. Er war der erste, der in Nürnberg Pendeluhren nach der Erfindung von Christaan Huygens (1629-1695) anfertigte. Er betätigte sich aber auch als Instrumentenmacher. Hoch geschätzt starb er im Juli 1712 in Nürnberg.

Wirken:

Für die Astronomie ist Landeck vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Georg Christoph Eimmart (1638-1705) von Bedeutung. Für ihn fertigte er einen Azimutalkreis sowie eine einfallsreiche äquatoriale Sonnenuhr an. Da Kriegsgefahr bestand, musste Eimmart 1688 seine Sternwarte auf der Vestnertorbastei nördlich der Nürnberger Burg räumen, konnte sie aber unter Mithilfe von Landeck im folgenden Jahr wieder aufbauen. Landeck fertigte für Eimmart auch Pendeluhren, sowie nach dessen Anweisung eine kunstvolle astronomische Uhr, die sich in den Beständen des Germanischen Nationalmuseums erhalten hat. Er stellte auch Zirkel und Astrolabien her. In Rothenburg brachte Landeck eine große Uhr an der Herrentrinkstube an, die die vollen 16 Tagesstunden anschlagen konnte. Auch Erhard Weigel (1625-1699) aus Jena und Johann Christoph Sturm (1635-1703) aus Altdorf schätzten die Dienste Landecks.

Literatur:



Zurück zur alphabetischen Übersicht